Distelöl gegen Mitesser

Was ist Distelöl?

Distelöl ist ein pflanzliches Speiseöl, welches auch zu kosmetischen Zwecken verwendet wird. Distelöl wird aus den Samen der Färberdistel gewonnen (wird bisweilen auch Saflor, Färbersaflor, Färberdistel, Saflordistel oder Öldistel genannt). Geschmacklich ähnelt es dem Sonnenblumenöl. Ursprünglich in Ägypten und Vorderasien verbreitet, wird die Färberdistel heute überwiegend in Indien, Argentinien, Mexiko, Australien und in den USA angebaut. Den Namen erhielt diese Distelart auf Grund ihrer gelb-roten Blüten und dem Farbstoff, den man aus diesen gewinnen kann. In manchen Sprachen nennt man sie daher auch “falscher Safran”.

Wie hilft Distelöl bei Hautproblemen?

Distelöl enthält einen sehr hohen Anteil an Linolsäure (über 75%), was es zu einem leichten Öl macht, welches keinen Film bildet. Es zieht schnell in die Hautoberfläche ein. Auf Grund des hohen Vitamingehalts lässt sich Distelöl auch als Zutat für Hautcremes und Peelings verwenden. Es enthält einen hohen Anteil an Vitamin E, welches ein starkes Antioxidans sein soll, gegen Zellalterung wirken und die Durchblutung fördern soll. Eine ausreichende Anzahl an Studien, die diese Wirkungen zweifelsfrei belegen, stehen jedoch noch aus. Neben dem hohen Gehalt an Vitamin E, enthält Distelöl auch Vitamin K, das neben diversen weiteren Funktionen auch zur Blutgerinnung und Wundheilung benötigt wird. Distelöl soll bei fettiger und unreiner Haut, leichter Akne und Mitessern helfen. Zudem hat die Anwendung von Distelöl einen mattierenden Effekt, d.h. die Haut wird weniger fettig und glänzt dadurch weniger.

Wie wendet man Distelöl gegen Mitesser, Pickel und unreine Haut an?

Es empfiehlt sich zunächst, das Distelöl mit einem Öl mit entzündungshemmenden Eigenschaften zu vermischen, wie beispielsweise Teebaumöl, Johanniskrautöl oder Hanföl. Vor der Anwendung solltet ihr euer Gesicht bzw. die entsprechenden Hautbereiche kurz mit lauwarmem Wasser reinigen. Anschließend massiert ihr das Ölgemisch mit zirkulierenden Bewegungen min. 25 Minuten lang behutsam, aber mit ausreichend Druck in die Haut ein. Danach lasst ihr das Öl längere Zeit einwirken, am besten über eine Stunde lang. Nach der Anwendung wascht ihr das Öl wieder mit warmem Wasser ab. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit besteht darin, dass ihr nur das überschüssige Öl vorsichtig mit einem Taschentuch oder Handtuch entfernt und das restliche Öl über Nacht als Maske tragt. Am Morgen solltet ihr die betroffenen Hautstellen jedoch wieder waschen.

Aber wieso soll ich Öl bei fettiger Haut anwenden, widerspricht sich das nicht?

Distelöl zählt zu den trocknenden Ölen. Trocknende Öle werden als solche bezeichnet, da sie einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren besitzen und daher an der Luft relativ schnell trocknen und einen festen Rückstand hinterlassen. Trocknende Öle (Distelöl, Walnussöl, Sojaöl, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl) eignen sich besonders gut zur Anwendung bei fettiger Haut, während sogenannte nichttrocknende Öle (Mandelöl, Erdnussöl, Rapsöl, Olivenöl,  Kokosöl) besser für die Anwendung bei trockener Haut geeignet sind. Es gibt darüber hinaus auch noch halbtrocknende Öle (Sesamöl, Aprikosenkernöl), welche man bei normaler Haut und Mischhaut verwenden kann. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Angst, das Distelöl auf Grund seines hohen Fettgehalts die Haut noch fettiger macht, ist unbegründet. Das Gegenteil ist der Fall, Distelöl “trocknet” die Haut vielmehr, anstatt sie fettiger zu machen.

Woher bekommt man Distelöl?

Distelöl sollte es in der Regel in den meisten Supermärkten geben, andernfalls könnt ihr einfach mal im Bioladen/Reformhaus vorbeischauen. Dort erhält man normalerweise immer Distelöl.

Fazit

Einen Versuch ist die Anwendung definitiv wert. Vermischt das Distelöl am besten mit anderen Ölen. Bei fettiger Haut empfehle ich persönlich, das Distelöl mit Teebaumöl und Jojobaöl (welches eigentlich ein flüssiges Wachs ist und kein Öl) zu mischen. Ihr solltet die Ölmassage auf jeden Fall über einen längeren Zeitraum hinweg ausprobieren, um zu sehen, ob bzw. wie es bei euch persönlich wirkt. Einige Wochen lang solltet ihr es mindestens testen, sofern eure Haut die Anwendung auch gut verträgt. Ansonsten brecht ihr die Anwendung lieber vorzeitig ab. Haut ist individuell, wie eure Haut darauf reagiert, lässt sich demnach nicht im voraus sagen. Die Devise lautet: Ausprobieren! Was Mitesser anbelangt, so berichten viele Anwender von sehr guten Erfolgen. Falls euch Distelöl auch nach längerer Anwendung nicht weiterhilft, könnt ihr es ja auch noch mit anderen Ölen versuchen. Schließlich besitzt jedes Öl einzigartige Eigenschaften.

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Eine Antwort zu “Distelöl gegen Mitesser”

  • Alex says:

    Hallo!
    Ich benutzte Distelöl schon über längeren Zeitraum und es wirkt sehr gut.
    Du hast leider vergessen zu erwähnen, dass Distelöl durch den hohen Linolsäuregehalt die Größe von Mikrokomedonen reduziert. Das weiß ich, weil Linolsäure erfolgreich in der Aknetherapie eingesetzt wird (siehe Wiki Akne).
    Ich benutze Distelöl roh, man merkt bei der Anwendung kleine Krümmelchen (Hornpfropfen), die sich von der Haut lösen. Ich würde nach der Öl-Massage umbedingt, dass gesamte Öl wieder entfernen, den niemand möchte mit dem gelösten Dreck im Gesicht schlafen gehen.
    Man kann aber nach der Reinigung das Distelöl mit einem Feuchtigkeitsfluid mischen und im Gesicht auftragen, dann hat man am nächsten Tag schön mattierte Haut.

    lg

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